Suche:

Historie

Idee aus dem Ruhrgebiet

Der Grundgedanke zur Schaffung eines Gesprächsforums Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie geht auf die von Inflation und Massenarbeitslosigkeit gekennzeichnete Wirtschaftslage am Ende der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, als sich im Ruhrgebiet Unternehmer, vornehmlich aus der Stahl- und Eisenindustrie, und Vertreter der Landwirtschaft zu einer „Verbindungsstelle Landwirtschaft/Industrie“ in Essen zusammenfanden. Ein wichtiges Ziel war es, die nach dem Ersten Weltkrieg ohnehin notwendige Mechanisierung der Landwirtschaft voran zu treiben und damit der (Rüstungs-)Industrie neue Absatzchancen, vor allem in den Großbetrieben Ostdeutschlands, zu erschließen. Gleichzeitig sollte um gegenseitiges Vertrauen und Verständnis geworben werden. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg unterbrachen diese Zusammenarbeit.


Aufklärungsbedarf in den Nachkriegsjahren

In den Jahren des Wiederaufbaus nach 1945 erkannte ein Kreis von Unternehmern aus der gewerblichen Wirtschaft und Landwirten in Hannover, dass vor allem fehlende Informationen über den jeweils anderen Wirtschaftsbereich zu Fehl- und Vorurteilen führten. Die Industrie- und Handelskammer Hannover knüpfte die Verbindungen zur niedersächsischen Industrie und zum Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband. Dies war der Grundstein zur Gründung der „Verbindungsstelle Landwirtschaft - Gewerbliche Wirtschaft Hannover e. V.“ am 1. Dezember 1954. Zwei Jahre zuvor, im Jahr 1952, war die Verbindungsstelle in Essen erneut gegründet und der Wissensaustausch wieder aufgenommen worden.

Der Gründungsgedanke der Verbindungsstellen, die gegenseitige Information und Aufklärung, steht heute nicht mehr im Fokus der Arbeit. Eine moderne wirtschaftspolitische Interpretation sieht vielmehr Landwirtschaft und gewerbliche Wirtschaft „in einem Boot“, insbesondere, wenn es um die heutigen Bedingungen wirtschaftlichen Handelns geht. In den Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit rücken zunehmend die Beziehungen des Unternehmers zu anderen gesellschaftlichen Gruppen, die Interessenvertretung und die Diskussion gesellschaftlich relevanter Themen, wie beispielsweise Klimaschutz und Energieeinsparung.

Die Neuausrichtung der Arbeit der Verbindungsstelle Hannover wurde von der Mitgliederversammlung 2007 beschlossen. Am 27. Februar 2008 erfolgte die Namensänderung in ''Niedersächsisches Wirtschaftsforum Agrar – Handwerk – Industrie e. V. (nifa)''.


Ehemalige Vorsitzende des nifa

Dr. Dr. h. c. Klaus. E. Goehrmann (2007 – 2013)
Henning Ziegenmeier (2001 – 2007)
Wolfgang Meinecke (1995 – 2007)
Klaus Hacke (1991 – 2001)
Heinrich Stadler (1986 – 1991)
Ralf Zimmermann von Siefart (1971 – 1995)
Karl-Dieter Oestmann (1969 – 1986)